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Medizinische Infusionstherapie

Die medizinische Infusionstherapie ermöglicht eine gezielte und hochwirksame Versorgung mit Mikronährstoffen, Vitaminen und stoffwechselaktiven Substanzen. Durch die direkte Aufnahme über die Blutbahn können zentrale Prozesse wie Immunsystem, Zellenergie, Regeneration und Stressregulation effektiv unterstützt werden. In meiner Praxis wird die Infusionstherapie individuell geplant und in ein umfassendes ganzheitliches Konzept integriert.

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Hochdosierte Mikronährstoffe für Zellgesundheit, Energie und Regeneration

Die medizinische Infusionstherapie ist ein zentraler Bestandteil der funktionellen und orthomolekularen Medizin. Sie ermöglicht die gezielte Zufuhr von Vitaminen, Spurenelementen und metabolisch wirksamen Substanzen direkt über die Blutbahn – mit deutlich höherer Bioverfügbarkeit als bei oraler Einnahme, z. B. in Tabletten- oder Kapselform.

In unserer Praxis setzen wir Infusionstherapien gezielt ein, um Stoffwechselprozesse zu optimieren, das Immunsystem zu unterstützen und die zelluläre Regeneration zu fördern.

Im Mittelpunkt steht dabei immer ein individualisiertes Konzept, das auf die jeweilige gesundheitliche Situation abgestimmt ist.

Wirkung und medizinischer Nutzen der Infusionstherapie

Viele Mikronährstoffe können im Rahmen von Stress, chronischen Belastungen oder Erkrankungen nicht ausreichend über die Ernährung aufgenommen oder verwertet werden.

Die Infusionstherapie ermöglicht es, diese gezielt und in therapeutisch wirksamer Dosierung bereitzustellen.

Zentrale Effekte sind unter anderem:

  • Unterstützung des Immunsystems
  • Reduktion von Entzündungsprozessen und sogenannter „Silent Inflammation“
  • Verbesserung der mitochondrialen Energieproduktion
  • Förderung von Regeneration und Leistungsfähigkeit
  • Stabilisierung des Nervensystems
  • Ausgleich von Mikronährstoffdefiziten

Gerade in der Präventivmedizin und Longevity-Medizin spielt die gezielte Optimierung dieser Prozesse eine entscheidende Rolle.

Hochdosis-Vitamin-C-Infusionen

Unterstützung von Immunsystem und Entzündungsregulation

Vitamin C (auch Ascorbinsäure genannt) ist ein essenzieller Mikronährstoff mit zentraler Bedeutung für das Immunsystem und den antioxidativen Zellschutz.

Es ist für den menschlichen Körper lebensnotwendig, kann aber nicht selbst hergestellt werden. Da es wasserlöslich ist und kaum gespeichert werden kann, muss es regelmäßig über die Nahrung aufgenommen werden.

Vitamin C erfüllt zentrale Aufgaben im Organismus:

  • Immunsystem: Es unterstützt die körpereigene Abwehr.
  • Zellschutz: Als Antioxidans neutralisiert es freie Radikale („Rostschutz“ für Zellen).
  • Bindegewebe: Es ist unerlässlich für den Aufbau von Kollagen (Haut, Sehnen, Knochen, Gefäße).
  • Eisenaufnahme: Es hilft dem Körper, Eisen aus der Nahrung besser zu verwerten.

Ein beginnender Mangel äußert sich oft durch unspezifische Anzeichen:

  • Müdigkeit und schnelle Erschöpfung.
  • Erhöhte Infektanfälligkeit.
  • verzögertes Überwinden / Ausheilen von Infekten (verzögerte Rekonvaleszenz)
  • Schlechte Wundheilung und Neigung zu Blutungen.

Ein ausgeprägter Mangel, in der Fachsprache Skorbut oder Möller-Barlow-Syndrom genannt, führt zu schweren Symptomen wie entzündetem und blutendem Zahnfleisch, Gelenkschmerzen sowie Einblutungen in Haut und Muskulatur.

Ein erhöhter Bedarf oder ein Risiko für einen Mangel besteht besonders bei:

  • Rauchern (haben einen deutlich höheren Bedarf)
  • chronischen Entzündungen oder Erkrankungen
  • Magen-Darm-Erkrankungen, welche die Aufnahme des Vitamins im Darm behindern
  • Senioren sowie Schwangeren und Stillenden

Hochdosierte Vitamin-C-Infusionen ermöglichen deutlich höhere Wirkspiegel als eine orale Einnahme und werden in meiner Praxis unter anderem eingesetzt bei:

  • akuten Infekten
  • chronischen Entzündungsprozessen und „Silent Inflammation“
  • erhöhter Infektanfälligkeit
  • oxidativem Stress
  • Unterstützung der Regeneration nach schwerer Erkrankung
  • Begleitung einer medikamentösen Tumortherapie (Chemotherapie)

Ein besonderer Fokus liegt auf der Reduktion von chronischen niedriggradigen Entzündungen (Silent Inflammation), die als wesentlicher Risikofaktor für zahlreiche Erkrankungen, wie z. B. Diabetes mellitus, Herzinfarkt oder Schlaganfall, gelten.

Privatpraxis Claudia Steinert

Ihre Praxis für ganzheitliche Allgemeinmedizin im Herzen der Regensburger Altstadt.

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ATP-Infusionen

Verbesserung der Zellenergie und mitochondrialen Funktion

Mitochondrien sind die „Kraftwerke“ in unseren Körperzellen. Sie liefern uns die Energie, die wir brauchen, um zu denken, zu handeln und uns zu bewegen.

ATP (Adenosintriphosphat) ist der zentrale Energieträger jeder Zelle. Eine eingeschränkte ATP-Produktion kann zu Müdigkeit, Erschöpfung und reduzierter Leistungsfähigkeit führen.

ATP-Infusionen können dazu beitragen:

  • die mitochondriale Energieproduktion zu unterstützen
  • Erschöpfungszustände zu verbessern
  • Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen
  • körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu steigern
  • Stimmung- und Schlafqualität positiv zu beeinflussen

Diese Therapie wird insbesondere bei chronischer Müdigkeit, hoher Belastung und funktionellen Erschöpfungszuständen eingesetzt.

Cholincitrat-Infusionen

Unterstützung von Nervensystem, Stressregulation und Konzentration

Cholinzitrat ist ein Parasympatikus aktivierender Wirkstoff. Der Parasympathikus, auch als „Ruhenerv" bekannt, ist einer der drei Komponenten des vegetativen Nervensystems, welcher für die unwillkürliche Steuerung der meisten inneren Organe wie Herz, Lunge, Verdauungssystem, Leber, Galle, Pankreas und Harnleiter, sowie für die des Blutkreislaufs verantwortlich ist. Der Parasympathikus dient der Regeneration und dem Aufbau der körpereigenen Reserven und sorgt für Ruhe, Schonung und Erholung.

Cholincitrat-Infusionen sind besonders sinnvoll für Menschen, deren Nervensystem und geistige Leistungsfähigkeit stark gefordert sind. Cholin ist ein zentraler Baustein für die Funktion von Nervenzellen und die Bildung des Neurotransmitters Acetylcholin, der eine wichtige Rolle für Konzentration, Gedächtnis und mentale Klarheit spielt. Eine gute Versorgung kann daher dazu beitragen, die geistige Leistungsfähigkeit zu stabilisieren und die Belastbarkeit des Gehirns zu verbessern.

Cholincitrat-Infusionen können eingesetzt werden bei:

  • erhöhtem Stresslevel, „Managerkrankheit“
  • Fehlsteuerung / Dysbalance von Sympathikus („Kampf- und Fluchtsystem“) und Parasympathikus („Entspannungs- und Erholungssystem“)
  • innerer Anspannung
  • Schlafstörungen
  • mentaler Überlastung
  • Schäden des Lebergewebes und Fettleber
  • Gefäß und Kreislauferkrankungen
  • Tonusstörungen von Skelett- , Darm- und Blasenmuskulatur (z. B. muskuläre Verspannungen, Darmträgheit)

In der Praxis kommen Cholincitrat-Infusionen vor allem bei Patienten zum Einsatz, die unter hohem Stress, innerer Anspannung, Konzentrationsproblemen oder mentaler Erschöpfung leiden. Besonders profitieren können Menschen in intensiven Arbeitsphasen, Unternehmer, Führungskräfte oder Personen in Prüfungssituationen. Auch bei anhaltender Belastung oder beginnender Erschöpfung können sie unterstützend wirken, indem sie das Nervensystem stabilisieren und die mentale Regeneration fördern.

Vitamine, Mikronährstoffe und Elektrolytinfusionen

Gezielter Ausgleich von Defiziten und Unterstützung des Stoffwechsels

Neben spezifischen Infusionen biete ich Ihnen individuell zusammengestellte Mikronährstoffinfusionen an.

Diese können unter enthalten:

  • Vitamine (z. B. B-Vitamine)
  • Spurenelemente
  • Magnesium
  • Kalium
  • Calcium
  • Aminosäuren
  • Kombinationen aus mehreren verschiedenen homöopathischen Wirkstoffen

Sie dienen unter anderem der Unterstützung von:

  • Stoffwechselprozessen
  • Leberfunktion, Galle, Nieren und Haut
  • Entschlackung/Reinigung
  • Immunsystem
  • Entzündungshemmung
  • Muskel- und Nervenfunktion
  • Regeneration nach Belastung
  • Linderung von Arthrosebeschwerden
  • nach Prellungen oder Verletzungen
  • allgemeiner Vitalität und Leistungsfähigkeit

Die Zusammensetzung erfolgt stets individuell und orientiert sich an Ihrer persönlichen Situation, Ihren Laborwerten sowie den vorher gemeinsam vereinbarten therapeutischen Zielen.

Individuelle Infusionstherapie im Rahmen moderner Präventionsmedizin

In meiner Praxis ist die Infusionstherapie kein standardisiertes Verfahren, sondern Teil eines hochindividuellen ganzheitlichen medizinischen Konzepts.

Sie wird häufig kombiniert mit:

  • funktioneller Medizin
  • orthomolekularer Therapie
  • Ernährungsmedizin
  • Bewegungsmedizin
  • Longevity-Konzepten

Mein Ziel ist es, nicht nur Symptome zu behandeln, sondern zugrunde liegende Stoffwechselprozesse gezielt zu verbessern und langfristige Gesundheit zu fördern.

Fazit

„Ich binge den bestmöglichen „Treibstoff“ für mehr Energie, Regeneration und Leistungsfähigkeit dorthin, wo er gebraucht wird: direkt in Ihre Zellen.“

Claudia Steinert
Fachärztin für Allgemeinmedizin
Chirurgie | Viszeralchirurgie
Manuelle Medizin | Akupunktur

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Häufige Fragen zur Emmert Plastik

Worauf muss ich besonders achten?

Jeder Patientin und jedem Patienten erkläre ich vor dem Eingriff genau, was er oder sie selber tun kann, um schnell wieder „auf die Füße“ zu kommen.

Hierzu gehört neben einer guten Schmerztherapie auch das konsequente Hochlagern und Kühlen des Fußes in den ersten Tagen und insbesondere in den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff.

Wie läuft es mit der Nachsorge?

Ich kontrolliere die Wunde nach dem Eingriff in den ersten Tagen täglich persönlich und kümmere mich um die Verbands- bzw. Pflasterwechsel. Die Entfernung des Nahtmaterials erfolgt in der Regel bereits eine Woche nach dem Eingriff. Weitere Kontrollen erfolgen je nach Bedarf. In seltenen Fällen empfehle ich bei Verdacht auf eine Wundheilungsstörung die kurzzeitige Einnahme eines Antibiotikums.

Wie lange bin ich Krank?

Patienten, welche bei der Arbeit Sicherheitsschuhe tragen müssen oder viel auf den Beinen sind, schreibe ich in der Regel für 2-3 Wochen krank. Auch am (Schul-)Sport sollte man ca. 2-3 Wochen nicht teilnehmen. Überwiegend sitzende Tätigkeiten oder Teilnahme am Schulunterricht sind meist schon nach wenigen Tagen wieder möglich.

Was muss ich am Tag der OP beachten?

Am Tag des Eingriffes ist es wichtig, mit offenen Schuhen, z. B. Flipflops, zu kommen. Es wird ein fester Druckverband angelegt, der in normalen Schuhen keinen Platz findet. Meist kann dieser am Tag 2 nach dem Eingriff schon durch einen kleinen Pflasterverband ersetzt werden.

Was kommt da auf mich zu?

Vor jedem Eingriff erfolgt zunächst eine genaue Untersuchung sowie ein ausführliches Beratungs- und Aufklärungsgespräch. Wir besprechen dabei Ihre individuelle Situation und Ihre Beschwerden, die Behandlungsmöglichkeiten und auch mögliche Behandlungsalternativen. Mir ist sehr wichtig, dass Sie dabei alle Ihre Fragen stellen können, dass diese beantwortet werden und Sie sich gut aufgeklärt und aufgehoben fühlen.

Was ist, wenn es daheim blutet?

Das kann vorkommen und ist nicht schlimm! Ich bringe einen festen Kompressionsverband an, welchen ich selber am Tag 1 nach dem Eingriff in der Praxis entferne. Sollten zu Hause Blutspuren am Verband sichtbar werden, dann den Verband bitte unbedingt belassen und nur mit einem sauberen Tuch umwickeln. Das wichtigste, was Sie tun müssen ist konsequentes Hochlagern des Fußes (höher als das Herz) und  regelmäßiges Auflegen von Kühlpads (Gelkompressen) auf dem Fußrücken. Diese sollten Sie ca. alle 20 Minuten wechseln. Drei bis vier Kühlpads (10 x 20 cm) sollten Sie vor dem Eingriff bereits in Ihrem Einfach lagern!

Werde ich nach dem Eingriff Schmerzen haben?

Ich möchte, dass der kleine Eingriff für Sie so angenehm wird wie möglich. Daher empfehle ich stets, mit der ersten Einnahme vom Schmerzmittel bereits ca. 1 Stunde vor dem Eingriff zu beginnen! Somit wird bereits das Setzen der lokalen Betäubung viel angenehmer. Außerdem sollten Schmerzmittel immer regelmäßig „nach der Uhr“, z. B. alle 6 Stunden, eingenommen werden. Ich möchte, dass Sie nachts von ihrem Wecker wach werden – nicht von Ihrem Zeh! Die Beschwerden lassen meist rasch nach und das Schmerzmittel kann langsam reduziert werden. Die Einnahme eines Schmerzmittels ist oft nach 3-4 Tagen nicht mehr nötig.

Ab wann darf ich wieder duschen?

Das Duschen (auch ohne Pflaster) ist oft bereits nach 3 Tagen wieder möglich. Auch darf der Zeh (oder Finger) dann mal für längere Zeit „an der frischen Luft“ also ohne Pflaster sein, wenn man es sich auf dem Sofa gemütlich macht.

Wann kann ich wieder feste Schuhe tragen?

Das Tragen geschlossener Schuhe kann je nach Verlauf bereits nach wenigen Tagen wieder möglich sein, sollte aber für ca. 7-10 Tage soweit als möglich reduziert werden, um eine ungestörte Wundheilung zu ermöglichen. Möglichst wenig Druck und eine gute Belüftung sind für eine ungestörte Wundheilung wichtig.

Informationen für Selbstzahlende

Die Emmert-Plastik wird wie alle Leistungen in meiner Privatpraxis nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet, an welche ich gebunden bin.

Private Krankenkassen übernehmen die Kosten für den Eingriff in aller Regel vollständig.

Gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten entstehen Kosten, welche von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden, da es sich nicht um eine kassenärztliche Vertragspraxis handelt.

In einem persönlichen Gespräch können wir Ihnen gerne Auskunft über die zu erwartenden finanziellen Aufwendungen geben. Der endgültige Rechnungsbetrag kann je nach Aufwand von unserem Kostenvoranschlag abweichen

Darf ich mit dem Auto fahren?

Sie sollten am OP-Tag definitiv nicht selber mit dem Auto fahren. Am besten, es holt Sie jemand mit dem PKW ab. Zum Einsteigen ist das kurze Halten des PKW vor der Praxis möglich.

Wann darf ich wieder auftreten?

Das Auftreten ist ab sofort erlaubt, sollte aber ebenfalls und den ersten 24 Stunden so wenig wie möglich erfolgen. Unterarmgehstützen (Krücken) oder spezielle Verbandsschuhe sind nicht erforderlich.