Muskelgesundheit & Bewegungsmedizin
Ab dem mittleren Lebensalter nimmt die Muskelmasse oft unbemerkt ab. Durch moderne Diagnostik wie Bioimpedanzanalyse und Handkraftmessung lassen sich Muskelabbau und Funktionsverluste frühzeitig erkennen. In unserer Praxis werden sowohl die Muskelmasse als auch die Muskelfunktion objektiv analysiert. Auf dieser Basis entwickeln wir gemeinsam individuell auf Sie abgestimmte Therapiekonzepte für Muskelaufbau, metabolische Gesundheit und langfristige Belastbarkeit. Mein Ziel ist es, Ihre Muskelgesundheit aktiv zu erhalten und Ihre körperliche Leistungsfähigkeit langfristig zu sichern.

Muskelmasse und Muskelfunktion als zentrale Faktoren langfristiger Gesundheit
Muskelmasse und Muskelkraft gehören zu den wichtigsten Faktoren für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und gesundes Altern.
Ab dem 30. Lebensjahr beginnt der Körper langsam aber stetig Muskelmasse abzubauen – anfangs um ca. 1 % pro Jahr. Dieser schleichende Abbauprozess (Sarkopenie) beschleunigt sich ab dem 50. Lebensjahr deutlich. Zwischen dem 50. und 80. Lebensjahr kann die Geschwindigkeit des Muskelabbaues bis zu 8 % pro Jahr betragen. Langzeitfolgen: 80-Jährige können im schlimmsten Fall bis zu 50 % ihrer ursprünglichen Muskelmasse verloren haben.
Ursachen und Faktoren sind häufig:
- Inaktivität: Der Hauptgrund ist oft mangelnde körperliche Aktivität.
- Hormonelle Änderungen: Ein Rückgang von Hormonen wie IGF-1 und Veränderungen im Insulinstoffwechsel, die den Nährstofftransport in die Muskeln verschlechtern.
- Proteinbiosynthese: Die mTOR-Aktivität, ein Enzym, das für die Proteinsynthese zuständig ist, funktioniert im Alter schlechter.
- Medikamente: Medikamente wie Cortison können den Muskelaufbau negativ beeinflussen.
Die moderne Medizin betrachtet die Skelettmuskulatur daher heute als zentrales Stoffwechselorgan, das zahlreiche physiologische Prozesse beeinflusst.
Dazu gehören:
- Blutzuckerregulation
- Insulinsensitivität
- hormonelle Regulation
- Entzündungsprozesse
- Stoffwechselrate
- Knochengesundheit
- Selbstständigkeit und Unabhängigkeit im Alter
Ein Verlust an Muskelmasse erhöht dagegen das Risiko für zahlreiche Erkrankungen – von metabolischen Störungen bis hin zu funktionellen Einschränkungen im Alter.
Ohne Hilfe auf unseren eigenen Beinen stehen können, die Treppe sicher und bis ganz oben (oder unten )schaffen, ein Stolpern abfangen können, bevor wir stürzen, das Gurkenglas selber aufschrauben können, wenn wir alleine sind…
Die alles sind alltägliche Aufgaben des Lebens, die mit zunehmende Alter und nachlassender Muskelkraft unüberwindbar schwer werden können. Man spricht auch von ADL-Kompetenz – also der Fähigkeit, alltägliche Aufgaben ("Activities of Daily Living") selbstständig zu bewältigen, wie etwa Körperpflege, Ankleiden, Essen oder Mobilität.
Kurz gesagt: Hier geht es nicht nur um Gesundheit im engeren Sinn, sondern um weit mehr. Es geht um Verhinderung von Pflegebedürftigkeit, um Unabhängigkeit, Freiheit und Teilhabe am sozialen Leben. Und das möglichst bis ins hohe Alter.
Mein Anliegen ist es daher, frühzeitig auf das zentrale Organ aufmerksam zu machen, welches uns all dies erst ermöglicht – unsere Muskulatur.
Und es ist nicht die Muskulatur alleine, die wir achten und beschützen müssen. Sie ist verbunden mit unserem Binde- und Stützgewebe: Sehnen, Bändern, Faszien, Knorpel und Knochen.
Und nicht zuletzt gehört noch die Fähigkeit dazu, dieses Orchester gut dirigieren zu können!
Dazu brauchen wir ein gutes Gleichgewicht (Koordination) und Muskelfunktion (Kraft).
Nur so können wir langfristig von einer guten körperlichen Leistungsfähigkeit profitieren, unser Sturz- und Verletzungsrisiko senken und metabolischen Problemen begegnen.
Aus diesen Gründen gewinnt die medizinische Beurteilung der Muskelgesundheit spätestens ab 50+ zunehmend an Bedeutung.
Muskelgesundheit und Bewegungsmedizin bilden somit eine der zentralen Säulen der Longevity-Medizin. Sie sind daher in meiner Praxis nicht nur einen integralen Bestandteil des ganzheitlichen Check-up, sondern auch des gesamten Versorgungskonzeptes für meine Patienten.

Privatpraxis Claudia Steinert
Ihre Praxis für ganzheitliche Allgemeinmedizin im Herzen der Regensburger Altstadt.
Analyse von Muskelmasse und Muskelfunktion
In unserer Praxis wird Muskelgesundheit systematisch untersucht.
Neben der Bioimpedanzanalyse, mit der sich die Muskelmasse präzise bestimmen lässt, beurteilen wir auch die funktionelle Leistungsfähigkeit der Muskulatur.
Hierfür verwenden wir ein spezielles medizinisches Handkraftmessgerät.
Die Handkraftmessung ist eine wissenschaftlich etablierte Methode der modernen Präventions- und Altersmedizin. Studien zeigen, dass die Handgriffkraft ein sehr zuverlässiger Marker ist für:
- allgemeine Muskelkraft
- funktionelle Leistungsfähigkeit
- körperliche Robustheit
- biologisches Alter
So liefert uns diese Messung wichtige Hinweise auf beginnenden Muskelabbau oder nachlassende Muskelkraft
Die Untersuchung ist einfach, schnell und objektiv messbar und ergänzt die Analyse der Körperzusammensetzung sinnvoll.
Bewegungsmedizin als therapeutisches Konzept
Bewegung ist nicht nur Lifestyle, sondern eine medizinisch hochwirksame Intervention.
Die Bewegungsmedizin verbindet Erkenntnisse aus:
- Sportmedizin
- Präventivmedizin
- Ernährungsmedizin
- funktioneller Medizin
Ziel ist die Entwicklung langfristiger Strategien für:
- Muskelaufbau und Muskelqualität
- metabolische Gesundheit (Stoffwechselgesundheit)
- körperliche Belastbarkeit und Mobilität
- Prävention von Sarkopenie (Muskelschwund)
- langfristige körperliche Leistungsfähigkeit
Auf Grundlage der individuellen Analysen entwickeln wir gemeinsam realistische und nachhaltige Strategien, mit denen Sie Ihre Muskelgesundheit langfristig erhalten oder gezielt verbessern können. Hierbei begleite ich Sie kontinuierlich und mache Ihre Fortschritte in regelmäßige Abständen gut verständlich für Sie sichtbar.
Fazit
Häufige Fragen zur Emmert Plastik
Worauf muss ich besonders achten?
Jeder Patientin und jedem Patienten erkläre ich vor dem Eingriff genau, was er oder sie selber tun kann, um schnell wieder „auf die Füße“ zu kommen.
Hierzu gehört neben einer guten Schmerztherapie auch das konsequente Hochlagern und Kühlen des Fußes in den ersten Tagen und insbesondere in den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff.
Wie läuft es mit der Nachsorge?
Ich kontrolliere die Wunde nach dem Eingriff in den ersten Tagen täglich persönlich und kümmere mich um die Verbands- bzw. Pflasterwechsel. Die Entfernung des Nahtmaterials erfolgt in der Regel bereits eine Woche nach dem Eingriff. Weitere Kontrollen erfolgen je nach Bedarf. In seltenen Fällen empfehle ich bei Verdacht auf eine Wundheilungsstörung die kurzzeitige Einnahme eines Antibiotikums.
Wie lange bin ich Krank?
Patienten, welche bei der Arbeit Sicherheitsschuhe tragen müssen oder viel auf den Beinen sind, schreibe ich in der Regel für 2-3 Wochen krank. Auch am (Schul-)Sport sollte man ca. 2-3 Wochen nicht teilnehmen. Überwiegend sitzende Tätigkeiten oder Teilnahme am Schulunterricht sind meist schon nach wenigen Tagen wieder möglich.
Was muss ich am Tag der OP beachten?
Am Tag des Eingriffes ist es wichtig, mit offenen Schuhen, z. B. Flipflops, zu kommen. Es wird ein fester Druckverband angelegt, der in normalen Schuhen keinen Platz findet. Meist kann dieser am Tag 2 nach dem Eingriff schon durch einen kleinen Pflasterverband ersetzt werden.
Was kommt da auf mich zu?
Vor jedem Eingriff erfolgt zunächst eine genaue Untersuchung sowie ein ausführliches Beratungs- und Aufklärungsgespräch. Wir besprechen dabei Ihre individuelle Situation und Ihre Beschwerden, die Behandlungsmöglichkeiten und auch mögliche Behandlungsalternativen. Mir ist sehr wichtig, dass Sie dabei alle Ihre Fragen stellen können, dass diese beantwortet werden und Sie sich gut aufgeklärt und aufgehoben fühlen.
Was ist, wenn es daheim blutet?
Das kann vorkommen und ist nicht schlimm! Ich bringe einen festen Kompressionsverband an, welchen ich selber am Tag 1 nach dem Eingriff in der Praxis entferne. Sollten zu Hause Blutspuren am Verband sichtbar werden, dann den Verband bitte unbedingt belassen und nur mit einem sauberen Tuch umwickeln. Das wichtigste, was Sie tun müssen ist konsequentes Hochlagern des Fußes (höher als das Herz) und regelmäßiges Auflegen von Kühlpads (Gelkompressen) auf dem Fußrücken. Diese sollten Sie ca. alle 20 Minuten wechseln. Drei bis vier Kühlpads (10 x 20 cm) sollten Sie vor dem Eingriff bereits in Ihrem Einfach lagern!
Werde ich nach dem Eingriff Schmerzen haben?
Ich möchte, dass der kleine Eingriff für Sie so angenehm wird wie möglich. Daher empfehle ich stets, mit der ersten Einnahme vom Schmerzmittel bereits ca. 1 Stunde vor dem Eingriff zu beginnen! Somit wird bereits das Setzen der lokalen Betäubung viel angenehmer. Außerdem sollten Schmerzmittel immer regelmäßig „nach der Uhr“, z. B. alle 6 Stunden, eingenommen werden. Ich möchte, dass Sie nachts von ihrem Wecker wach werden – nicht von Ihrem Zeh! Die Beschwerden lassen meist rasch nach und das Schmerzmittel kann langsam reduziert werden. Die Einnahme eines Schmerzmittels ist oft nach 3-4 Tagen nicht mehr nötig.
Ab wann darf ich wieder duschen?
Das Duschen (auch ohne Pflaster) ist oft bereits nach 3 Tagen wieder möglich. Auch darf der Zeh (oder Finger) dann mal für längere Zeit „an der frischen Luft“ also ohne Pflaster sein, wenn man es sich auf dem Sofa gemütlich macht.
Wann kann ich wieder feste Schuhe tragen?
Das Tragen geschlossener Schuhe kann je nach Verlauf bereits nach wenigen Tagen wieder möglich sein, sollte aber für ca. 7-10 Tage soweit als möglich reduziert werden, um eine ungestörte Wundheilung zu ermöglichen. Möglichst wenig Druck und eine gute Belüftung sind für eine ungestörte Wundheilung wichtig.
Informationen für Selbstzahlende
Die Emmert-Plastik wird wie alle Leistungen in meiner Privatpraxis nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet, an welche ich gebunden bin.
Private Krankenkassen übernehmen die Kosten für den Eingriff in aller Regel vollständig.
Gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten entstehen Kosten, welche von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden, da es sich nicht um eine kassenärztliche Vertragspraxis handelt.
In einem persönlichen Gespräch können wir Ihnen gerne Auskunft über die zu erwartenden finanziellen Aufwendungen geben. Der endgültige Rechnungsbetrag kann je nach Aufwand von unserem Kostenvoranschlag abweichen
Darf ich mit dem Auto fahren?
Sie sollten am OP-Tag definitiv nicht selber mit dem Auto fahren. Am besten, es holt Sie jemand mit dem PKW ab. Zum Einsteigen ist das kurze Halten des PKW vor der Praxis möglich.
Wann darf ich wieder auftreten?
Das Auftreten ist ab sofort erlaubt, sollte aber ebenfalls und den ersten 24 Stunden so wenig wie möglich erfolgen. Unterarmgehstützen (Krücken) oder spezielle Verbandsschuhe sind nicht erforderlich.

